Was ist Nomihodai? All-you-can-drink in Japan erklärt
Nomihodai ist Japans All-you-can-drink-System und eine der einfachsten Möglichkeiten, einen Izakaya-Abend zu genießen, ohne bei jedem einzelnen Getränk auf den Preis zu achten. Das Wort setzt sich aus „nomi" (trinken) und „hodai" (unbegrenzt) zusammen, und Sie finden es in Izakayas, Karaoke-Ketten, Yakiniku-Restaurants und lockeren Party-Lokalen in ganz Japan.
Wenn Sie einen Abend mit Freunden planen, kann Nomihodai ein echtes Schnäppchen sein. Es gibt aber auch Regeln, Zeitlimits und ein paar Etikette-Punkte, die Besucher vor der Bestellung kennen sollten.
So funktioniert Nomihodai
Die meisten Nomihodai-Angebote laufen 90 oder 120 Minuten. Sie zahlen einen Festpreis, meist zwischen ¥1,500 und ¥3,000 pro Person, und können in dieser Zeit Getränke von einer bestimmten Karte bestellen. Bier, Highballs, Chuhai, Shochu, Umeshu, Softdrinks und einfache Cocktails sind üblich. Premium-Sake oder Craft Beer kosten oft extra oder erfordern ein teureres Paket.
In vielen Restaurants ist die letzte Bestellung 20 bis 30 Minuten vor dem offiziellen Ende. Bei einem 120-Minuten-Paket kann die letzte Bestellung zum Beispiel nach 90 Minuten sein. Das Personal erklärt das normalerweise zu Beginn, aber wenn Sie unsicher sind, fragen Sie: „Last order wa nanji desu ka?" (Wann ist die letzte Bestellung?).
Essen ist meist Pflicht
Nomihodai wird selten nur mit Getränken angeboten. Die meisten Izakayas verlangen, dass jede Person etwas zu essen bestellt, oder sie kombinieren Nomihodai mit einem Menü. Das ist wichtig: Nomihodai ist zum gemeinsamen Essen und Trinken gedacht, nicht dazu, einfach so viel wie möglich zu trinken.
Wenn Sie günstiger trinken möchten, ohne ein Menü zu bestellen, vergleichen Sie Nomihodai mit Senbero oder Stehbars. Manchmal sind zwei oder drei Getränke in einem Tachinomi billiger als Nomihodai.
Übliche Regeln
- Alle am Tisch müssen in der Regel dasselbe Paket wählen.
- Normalerweise bestellen Sie pro Person nur ein Getränk auf einmal.
- Unter Umständen müssen Sie Ihr Getränk austrinken, bevor Sie das nächste bestellen.
- Manche Angebote berechnen einen Aufschlag, wenn Sie viele Getränke stehen lassen.
- Die Zeit läuft ab Beginn des Pakets, nicht ab dem ersten Getränk.
Diese Regeln sind nicht streng oder unfreundlich gemeint. Sie helfen den Restaurants, das System fair und bezahlbar zu halten.
Wann sich Nomihodai lohnt
Nomihodai lohnt sich meist, wenn Sie in zwei Stunden drei oder mehr alkoholische Getränke trinken. Besonders praktisch ist es für Gruppen, weil die Rechnung vorhersehbar bleibt. Außerdem wird das Bestellen einfacher, wenn alle etwas anderes trinken möchten.
Weniger lohnend ist es, wenn Sie langsam trinken, nur Premium-Sake oder Whisky möchten oder mehrere Bars an einem Abend besuchen wollen. Beim Bar-Hopping bietet das Zahlen pro Glas mehr Flexibilität.
Die besten Orte für Nomihodai
Izakaya-Ketten sind für Einsteiger am einfachsten. Sie haben oft englische Speisekarten, klare Preise und Bestellung per Tablet. Auch Karaoke-Ketten bieten Nomihodai-Pakete an, manchmal nur mit Softdrinks, manchmal mit Alkohol.
Yakiniku-Restaurants bieten Nomihodai häufig zusammen mit All-you-can-eat-Menüs an. Das macht Spaß, aber die Rechnung kann schnell steigen – prüfen Sie also, ob Steuern und Sitzplatzgebühren inbegriffen sind.
Etikette-Tipps
Nomihodai heißt nicht, dass Sie hetzen oder andere drängen sollten. Beginnen Sie mit einem Trinkspruch, bestellen Sie früh etwas zu essen und halten Sie das Tempo Ihrer Gruppe. Die grundlegende japanische Trinketikette gilt weiterhin – etwa „kanpai" vor dem ersten Schluck zu sagen und das Personal nicht mit halbvollen Gläsern hinterherräumen zu lassen.
Nutzen Sie barhop.jp, um Izakayas, Karaoke und Yakiniku in Ihrer Nähe zu finden. Wenn Sie ein Nomihodai-Schild sehen, wissen Sie jetzt, was es bedeutet und wann es sich lohnt.