Bar oder Karte? So bezahlen Sie in japanischen Bars und Izakayas
Japan ist deutlich bargeldloser geworden, doch im Nachtleben gibt es nach wie vor viele Momente, in denen nur Bargeld zählt. Kleine Bars, Ramen-Läden, Tachinomi und Izakayas alter Schule nehmen möglicherweise keine Karten. Größere Ketten und moderne Lokale tun es meist. Die sicherste Strategie ist einfach: Bargeld dabeihaben, aber Karten nutzen, wo es geht.
Bargeld bleibt wichtig
Viele kleine Bars sind unabhängige Betriebe mit wenigen Plätzen und geringen Margen. Kartengebühren fallen ins Gewicht, und manche Inhaber bevorzugen schlicht Bargeld. Golden Gai, winzige Snack-Bars, Stehbars und Izakayas im Viertel sind besonders häufig reine Bargeldlokale.
Nehmen Sie für einen Abend mindestens ¥5,000 bis ¥10,000 Bargeld pro Person mit. Mehr, wenn Sie mehrere kleine Bars besuchen wollen oder eventuell ein Taxi brauchen.
Karten sind bei Ketten üblich
Izakaya-Ketten, Karaoke-Ketten, Restaurants in Kaufhäusern, Hotelbars und große Nachtlokale akzeptieren in der Regel Kreditkarten. Visa und Mastercard sind die sichersten Optionen. American Express wird vielerorts, aber nicht überall angenommen.
Wenn ein Lokal Tablet-Bestellung oder eine große englische Speisekarte hat, ist Kartenzahlung wahrscheinlicher – verlassen Sie sich aber nicht darauf.
IC-Karten können helfen
Suica, Pasmo, Icoca und andere IC-Karten sind nicht nur für Züge nützlich. Manche Convenience-Stores, Restaurantketten und ungezwungene Bars akzeptieren sie. Sie sind schnell und bequem, vor allem für kleine Einkäufe nach ein paar Drinks.
Viele unabhängige Bars nehmen allerdings keine IC-Karten, sodass sie Bargeld nicht vollständig ersetzen.
QR-Zahlungen
Japan hat viele QR-Bezahl-Apps, aber die meisten erfordern eine japanische Telefonnummer, ein Bankkonto oder eine lokale Einrichtung. Besucher können sich in der Regel nicht darauf verlassen. Wenn Sie überall PayPay-Schilder sehen, denken Sie daran, dass das ohne bereits eingerichtete App kaum praktikabel ist.
Geldautomaten für Besucher
Die einfachsten Geldautomaten für ausländische Karten stehen in Convenience-Stores:
- 7-Eleven / Seven Bank
- FamilyMart / Automaten der Japan Post Bank
- Lawson Bank
Sie sind meist rund um die Uhr verfügbar und bieten Englisch an. Heben Sie Bargeld ab, bevor Sie tief in die kleineren Kneipengassen eintauchen.
Die Rechnung teilen
Japanische Restaurants bevorzugen oft eine Zahlung pro Tisch. Gleichmäßig unter Freunden aufzuteilen ist üblich, aber das Personal um eine Aufschlüsselung nach einzelnen Posten zu bitten, kann schwierig sein. In Gruppen zahlt am besten eine Person, und die anderen erstatten ihren Anteil bar oder per App.
Bei Nomihodai oder Menüs ist die Rechnung einfach, weil alle dasselbe zahlen. Beim lockeren Bar-Hopping zahlen Sie am besten jeweils direkt vor Ort.
Trinkgeld
Geben Sie kein Trinkgeld. Es wird nicht erwartet und kann für Verwirrung sorgen. Wenn Sie sich beim Personal bedanken möchten, sagen Sie beim Gehen „gochisōsama deshita“.
Auf Cover-Charges achten
Verwirrung beim Bezahlen entsteht oft durch Otoshi und Cover-Charges, nicht durch die Zahlungsmethode selbst. Ist Ihre Rechnung höher als erwartet, prüfen Sie, ob eine Vorspeise, Platzgebühr, Servicegebühr oder Steuer hinzugekommen ist.
Einfache Regel
Für Japans Nachtleben gilt: Bargeld mitnehmen, eine Karte als Reserve behalten und im Zweifel vor dem Bestellen fragen. Ein kurzes „kādo daijōbu desu ka?“ (Geht Karte?) erspart später unangenehme Momente.